Sonntag, 24. März 2019, 10:00 Uhr

Lexikon des Lebens

Literaturgottesdienst mit Wolfgang Hegewald

Von „Ausreiseantrag“ über „Grenze“ bis zur „Zylinderkopfdichtung“ reichen die Schlagworte im „Lexikon des Lebens“, unter denen der Schriftsteller Wolfgang Hegewald biografische Erinnerungen zusammenfasst. Teils wenige Zeilen, teils viele Seiten lang gibt der ehemalige Professor für Rhetorik und Poetik an der HAW in der Armngardtstraße , allerlei Auskünfte über sich und andere, über Existenzielles und Kurioses, Zeitgeschichtliches und Anekdotisches. „Ergebnis: Eine Wunderkammer der Einzelheiten, ein Bild und Zerrbild des Schriftstellers Hegewald als übermütig-enthusiastischer Wortfetischist, ein sonderbares Fragment-Monument zu Ehren von Lachen und Leben, nicht ohne Ernst und Traurigkeit“, kommentiert Arno Orzessek von Deutschlandfunk Kultur das Buch.

Auch „Predigt“ kommt unter den mehr als 100 Lemmata vor, denn schließlich ist der 1952 in Dresden geborene Schriftsteller auch Theologe und mit einer Pastorin verheiratet. Fein- und scharfsinnig beschreibt er darin seine Rolle als Prediger, der über den Gott der Dichter sprechen soll. Ganz im Vordergrund natürlich das Wort, die Sprache: „als Weltorgan und Transzendenzinstrument“. Beim Lesen verliert man sich schnell zwischen Zitaten und Gedanken, Bonmots und Begegnungen. Man hört auf und hin, erstaunt, fragend, unterstreichend – und der Wunsch wächst ins Gespräch zu kommen mit dem, der die Zeilen schrieb.

Genau dazu lädt der Literaturgottesdienst am Sonntag, 24. März, um 10 Uhr in St. Gertrudein: Wolfgang Hegewald wird aus dem „Lexikon des Lebens“ lesen und mit Pastor Oliver Spies ins Gespräch kommen. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Projektchor St. Gertrud unter der Leitung von Uwe Bestert. Im Anschluss gibt es bei einer Tasse Kaffee noch Zeit den Autor kennenzulernen und mit ihm am Büchertisch noch einmal im Lexikon nachzuschlagen, zum Beispiel unter „U“ wie „Usambaraveilchen“. 


Foto: Roman Pawlowski


Ort
St. Gertrud Kirche